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 Hubkolbenmotor Variable Verdichtung
    (Zusatzinformation)
        Variable Compression (additional information)

Zwei von unzähligen möglichen Stellungen der variablen Verdichtung



Englische Version

Aufgabe

Die Erfindung der Fa. FEV in Aachen verspricht auf relativ einfache Weise die Lösung eines alten Problems beim Benzinmotor. Hier ist auf mechanischem Weg eine stufenlose Änderung des Verdichtungsverhältnisses möglich. Das Besondere an der Konstruktion ist die relativ leichte Integrierbarkeit in derzeitige Serien. Auch die Erhöhung des Motorgewichts hält sich in Grenzen, von Problemen bei der Abdichtung und der mechanischen Belastung bei anderen Lösungen ganz zu schweigen. In Kombination mit einer Aufladung geht man hier von Verbrauchseinsparungen bis zu 25 % aus. Diese Zahl bezieht sich besonders auf den in der Praxis so wichtigen Teillastbereich und kommt auch durch die bei gleicher Leistung geringere Zylinderzahl zustande. Zu hoffen ist, dass dann auch der Drehmomentverlauf von Turbomotoren im untersten Drehzahlbereich den von hubraumgrößeren Saugmotoren erreicht. Auf die mit der geringeren Zylinderzahl und der höheren Verdichtung verbundene Geräuschentwicklung darf man gespannt sein.

Funktion

Da genauere Veröffentlichungen noch fehlen, kann hier nur das Prinzip erläutert werden. Das Einfache ist oft das Effektivste. So hat man den Hauptlagern der Kurbelwelle zusätzliche exzentrische Lagerstellen verpasst. Gedreht werden die exzentrischen Hauptlager an jeder Lagerstelle gleichmäßig durch je ein segmentiertes Zahnrad. Die Dicke der Zahnradscheibe geht ein wenig auf Kosten der Lagerbreite. Für den Zahnkranz hingegen ist weiter außen wieder genug Platz. Er kann sogar - anders als in der nebenstehenden Zeichnung - über den Kurbelzapfen hinausragen. In der Ölwanne ist dann eine zusätzliche Welle nötig, die über einen Stellmotor die Zahnsegmente bewegt.
Kritisch sind wohl die Seitenkräfte etwa in der Mitte des Regelweges. Hier muss wohl die Hauptlagerachse neu ausgerichtet werden. Wahrscheinlich ist sie in den Endlager nach rechts verschoben. Das Problem der Desachsierung stellt sich hier völlig neu.

Frage

Ist das System - mit geringerem Effekt und höherem mechanischen Aufwand natürlich - auch für Dieselmotoren im Teillastbereich anwendbar?

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