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 Werkstoffe Feinguss
        Lost-wax casting

Kolben- und Ölabstreifringe verschiedener Herstellung - größeres Bild durch Anklicken!
Lupe





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Hoch flexibel und auch für die Entwicklung geeignet

Das Feingussverfahren vereinigt Flexibilität bei der Herstellung von Bauteilen mit Präzision und Wirtschaftlichkeit. Trotz der größeren Anzahl von Fertigungsschritten ist es nicht nur für kleine Serien geeignet, weil diese stark automatisierbar sind. Allerdings kann es auch schon während der Entwicklung eines Bauteils angewandt werden, z.B. um verschiedene Werkstoffe auszuprobieren. 'Feinguss' bedeutet in dem Fall, dass z.T. auf weitere Bearbeitung verzichtet werden kann, z.B. bei eingegossenen Gewinden. Natürlich sind bei der Entwicklung hinterschnittene Flächen und Kerne kein Problem.

Konstruktion zu anderen Gussverfahren nicht unterschiedlich

Es beginnt wie immer mit der Konstruktion eines Teils im CAD-System eines Computers. Eine entsprechende CNC-Dreh- oder Fräsmaschine stellt dann eine Form her, in die ein Modell aus Wachs gegossen wird. Dieses entspricht exakt dem späteren Teil aus Metall, auch bezogen auf seine Oberflächengüte. Hält das Modell die Vorgaben ein, werden mehrere davon hergestellt und zu einem 'Baum' (Bild 1) zusammengesetzt.

Das Wachs hält den Platz für das einzugießende Metall frei.

Mehrmals in eine keramische Flüssigkeit getaucht und anschließend besandet entsteht das in Bild 2 gezeigte Teil. 160°C heißer Dampf lässt das Wachs zur Wiederverwendung ausfließen. Daher kommt auch die alternative Bezeichnung 'Wachsausschmelzverfahren'. Anschließend muss die jetzt leere Schale bei ca. 1000°C für das Eingießen von Metall haltbar gemacht werden. An dem Querschnitt der Verbindungen zu den einzelnen Gussteilen sehen Sie, dass ein möglichst schneller Transport des flüssigen Metalls in die jeweilige Form wichtig ist.

Nachbearbeitung nicht unbedingt nötig

Langsam abgekühlt, ist das vom Baum abgetrennte und entsprechend geschliffene Bauteil eigentlich fertig. Natürlich sind Nachbearbeitungen möglich. Dazu kann auch eine Wärmebehandlung zur Verbesserung der Werkstoffeigenschaften gehören. Es gibt Prüfungen sowohl bei jedem Werkstück als auch auf eine Stichprobe bezogen. Das hängt auch von den Vorgaben der Konstruktion ab. Da sind mehrere mögliche Verfahren zur Prüfung auf Risse, Festigkeit und Oberflächengenauigkeit enthalten. Schon die Schmelze kann spectral analysiert werden. 08/08





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